| Humanistische Partei Ideologie Positionen Agenda Archiv News Feeds Newsletter Beitreten | Georgien, die Logik des Todes Georgien, seit dem Zerfall der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) ein unabhängiger Staat und aktueller Verbündeter der Vereinigten Staaten von Amerika setzte seine Streitkräfte gegen die Autonome Republik Südossetien in Bewegung. Dies am 8. August, dem Eröffnungstag der Olympischen Spiele, als der grosse Teil der Weltbevölkerung seine Aufmerksamkeit auf dieses sportliche Fest gerichtet hatte. Viele Menschen wissen immer noch nicht, was sie über dieses Ereignis denken sollen. Es war eine klare und unerwartete kriegerische Aggression die zu zahlreichen zivile Opfern führte. Südossetien ist eine autonome Republik, die seit 1991 um seine Unabhängigkeit gekämpft und diese im November 2006 nach einer Volksabstimmung (in einem Referendum mit 91 Prozent der Stimmen) ausgerufen hat. Es handelt sich um ein Gebiet mit mehrheitlich russischer Bevölkerung, deren Hauptstadt Zchinwali ist. Eduard Dschabejewitsch Kokoity ist der Präsident, der im Jahr 2006 wieder gewählt wurde. Das Motiv für diesen Angriff, wie für jede andere militärische Aggression oder Drohung, ist für diejenigen unmöglich zu verstehen, die den Frieden lieben und in ihm die Voraussetzung für die Entwicklung des Menschen sehen. Um so mehr für diejenigen von uns, die den Menschen als den zentralen Wert einer jeden Regierungspolitik und Handelns sehen. Um diesen Angriff und die Reaktion der Regierung der Russischen Föderation zu analysieren, muss - ohne es zu akzeptieren - davon ausgegangen werden, dass ein Krieg nach wie vor eine Beziehungsform ist, die der Zerstörung zwischen den Ländern dient und aus dieser Logik heraus zu analysieren und zu argumentieren. Die Logik des Krieges fragt immer nach dem Gewinn. Welcher Gewinn erzielt Georgien mit dieser Attacke? Wer sonst profitiert noch davon? Die Invasion, welche für fast die gesamte Welt unvernünftig klingt, ergeben für internationale Analysten Sinn, insbesondere für diejenigen, die die imperiale Strategie der Vereinigten Staaten nach dem Selbst-Zerstörung der UdSSR kennen. Diejenigen die sorgfältig beobachten, sind sich darüber einig, dass die georgische Regierung diesen unverhältnismässig Schritt nicht ohne vorherige Zustimmung von Washington getroffen hätte. Die Beziehung von Präsident Saakaschwili mit der USA ist eine der totalen Abhängigkeit. Die Aufnahme Georgiens in die NATO hat eine Bedingung; dass es die Kontrolle über Ossetien behält. Dies ist die direkte Motivation des Angriffs und wäre eine Provokation die auch auf die Abschätzung des russischen Verhaltens abzielt, wie diese auf eine solche Aggression reagiert. Die definitive Aufnahme von Süd-Ossetien in das georgische Territorium und die Installation von Militärbasen würde letztlich in der Schaffung eines östlichen Zaun um Russland enden, straffer und besser vorhersehbar als derjenige der die Türkei zur Verfügung stellt. Aus diesem Grund glauben sie, dass die Verringerung - Vernichtung - der ansässigen russischen Bevölkerung "notwendig" ist, die die Mehrheit in dieser Zone bildet. Dies ist dasselbe wie "Völkermord", ein Angriff mit dem Ziel der Zerstörung einer menschlichen Gruppe. Die Theorie, dass die Russische Föderation nicht auf diesen Angriff auf ihre “Mitbürger”, die in einer Autonomen Republik an ihrem Grenzgebiet leben, reagieren würde, ist eine voreilige Auswertung und unterschätzt diese Nation. Russland ist sicher sehr weit davon entfernt, die Macht zu sein die sie als UdSSR war, aber es ist nicht unbewaffnet. Der Plan der Regierung der USA Raketen als "nuklearen Schirm" zu installieren, gibt ihnen eine bedeutende Macht zu nuklearen Angriffen auf Schlachtfeldern weit ab von ihrem eigenen Gebiet, und viele Möglichkeiten, vom europäischen Raum aus, jede Reaktion aus dem Osten stoppen zu können. Wie wir gesagt haben, argumentieren wir aus der Logik des Krieges welche gleichbedeutend mit der Logik des Todes ist. In diesem Schema gewinnt die Theorie des Pentagon an Stärke, sie können einen nuklearen Krieg mit – für sie - akzeptablen Kosten gewinnen und sich selbst militärisch zum einzigen globalen Imperium erheben. Zusammengefasst ist die nukleare Konfrontation, die zu Zeiten des „Kalten Krieges“ durch das Gleichgewicht zwischen den USA und der UdSSR unwahrscheinlich war, nun praktikabel mit "Vorteilen" für die eine Seite und ruinös für die Menschheit. Was in diesen Tagen geschieht, wird der Schlüssel zum Ermessen sein, ob dieses erschreckende Säbelrasseln nur eine Einschätzung der militärischen Kräfte bleibt oder es der erste Schritt eines finsteren Plans ist. Militärstützpunkte in Europa – gegen die sich die Humanisten wehren - sind eines der grundlegenden Teile der US-Militär-Strategie, welche die europäischen Regierungen unterschätzt haben. Wir Völker sind das letzte Mittel und dies fordert uns zum Handeln für den Frieden in der Welt. Luis Ammann Buenos Aires, 13.08.08 |
