| Humanistische Partei Ideologie Positionen Agenda Archiv News Feeds Newsletter Beitreten | Skyguide Prozess: Wann sitzt endlich der Neoliberalismus auf der Anklagebank? Wenn der angeklagte Chef der Zürcher Bezirkskontrollstelle von Skyguide im Prozess in Bülach sagt, „er habe den Spardruck nicht gesucht, der ihnen von der Politik und von den Luftfahrtbehörden aufgezwungen worden sei.“ (NZZ, 25.Mai), so spricht er wohl die Wahrheit. Eigentlich müsste unser neoliberales System auf der Anklagebank sitzen. Eigentlich müssten diejenigen, die seit Jahren der Gesellschaft die Mittel entziehen, und in Form von Milliardenprofiten der Multis und grossen Konzernen in das weltweite Spekulationskapital lenken, auf der Anklagebank sitzen, sowie jene Politiker, welche diese Facts beschönigen. So wird also fleissig weiter „gespart“, während die 5 grössten Schweizer Konzerne im letzten Jahr 80 Milliarden Reingewinn schreiben. Zum Vergleich: unserer IV fehlen knapp 2 Milliarden. Diese fehlenden 2 Milliarden sollen nun aber auf Kosten von Invaliden gespart werden, denen ihre Renten gestrichen werden (man sehe sich dazu nochmals den Bericht der Rundschau an). Der „Sparwahn“ hat sich schon längst auf sicherheitsrelevante Bereiche ausgebreitet… es ist derselbe Wahn, der uns dazu führt, unsere Gesundheitsvorsorge Schritt für Schritt zu privatisieren und der auch nicht vor der Bildung halt macht.Wenn der angeklagte Chef der Zürcher Bezirkskontrollstelle von Skyguide im Prozess in Bülach sagt, „er habe den Spardruck nicht gesucht, der ihnen von der Politik und von den Luftfahrtbehörden aufgezwungen worden sei.“ (NZZ, 25.Mai), so spricht er wohl die Wahrheit. Eigentlich müsste unser neoliberales System auf der Anklagebank sitzen. Eigentlich müssten diejenigen, die seit Jahren der Gesellschaft die Mittel entziehen, und in Form von Milliardenprofiten der Multis und grossen Konzernen in das weltweite Spekulationskapital lenken, auf der Anklagebank sitzen, sowie jene Politiker, welche diese Facts beschönigen. So wird also fleissig weiter „gespart“, während die 5 grössten Schweizer Konzerne im letzten Jahr 80 Milliarden Reingewinn schreiben. Zum Vergleich: unserer IV fehlen knapp 2 Milliarden. Diese fehlenden 2 Milliarden sollen nun aber auf Kosten von Invaliden gespart werden, denen ihre Renten gestrichen werden (man sehe sich dazu nochmals den Bericht der Rundschau an). Der „Sparwahn“ hat sich schon längst auf sicherheitsrelevante Bereiche ausgebreitet… es ist derselbe Wahn, der uns dazu führt, unsere Gesundheitsvorsorge Schritt für Schritt zu privatisieren und der auch nicht vor der Bildung halt macht. „Gute Manager“ sind jene, die den Besitzern grössere Gewinne bescheren, egal zu welchem menschlichen Preis. Machen sie das richtig, so werden sie, entsprechend der neoliberalen Logik, auch dementsprechend entlöhnt. Der heute immer häufiger im Fadenkreuz der Kritik stehende „Manager“ ist aber nur der Ausführende, er ist lediglich das „Exekutivorgan“ der realen „Legislative“: dem weltweiten Kapital und seinen Vertretern in der Politik. Der Neoliberalismus (andere nennen ihn diplomatisch „Wirtschaftsfreundlichkeit“) fordert auf unserem Planeten tagtäglich Zehntausende von Menschenleben – Menschen die keine Lobby und keine Stimme haben, deren Tod nicht in Bülach verhandelbar ist. Bülach wäre aber eine Gelegenheit, anhand des Beispiels Skyguide etwas tiefer zu blicken, wirkliche Ursachen zu erkennen und aus diesen Erkenntnissen heraus der Schweizer Öffentlichkeit eine Botschaft zu vermitteln, welche uns alle zum Umdenken bewegt. Wir möchten an dieser Stelle den Angehörigen der Opfer des Absturzes ebenso wie den Angehörigen des ermordeten Fluglotsen, unser tief empfundenes Beileid ausdrücken. Sie alle, ebenso wie der Mörder des Fluglotsen und die heute Angeklagten Skyguide-Mitarbeiter und Kader, sind Opfer eines monströsen Systems, welches den Profit und das Geld über die Menschen gestellt hat. Anstelle einfach einzelne „Schuldige“ zu finden brauchen wir ein Verständnis der wahren Ursachen – dieses Verständnis würde uns zu einer wahren Versöhnung führen mit dem erlittenen Unrecht sowie zum unermüdlichen Kampf um eine Menschlichmachung unserer Gesellschaft. |
