| Humanistische Partei Ideologie Positionen Agenda Archiv News Feeds Newsletter Beitreten | Kündigung des Generationenvertrags? In der politischen Diskussion und den Medien werden immer mehr Stimmen laut, die den sogenannten „Generationenvertrag“, der den älteren Menschen ein Alter in Würde garantierte, aufkündigen wollen. Sie fordern eine Senkung des Umwandlungssatzes sowie eine Erhöhung des Rentenalters.Demgegenüber halten die Humanisten ausdrücklich fest: 1. Die Tatsache, dass immer mehr junge Menschen von Armut betroffen sind, liegt nicht an den Rentnern, sondern an einem System, das Profit über alles stellt. Milliardenprofite verschwinden in Spekulation und werden so der Gesellschaft entzogen. 2. Den Rentnern dafür die Schuld zu geben und von ihnen die Bezahlung der Zeche für die von den Banken und vom weltweiten Kapital angerichteten Schaden zu verlangen, ist zutiefst unmenschlich. Wenn jemand 35, 40, ja 45 Jahre lang gearbeitet hat und zum Wohlstand der Schweiz beigetragen hat, dann zeugen die Argumente zur Kündigung des Generationenvertrags von einer masslosen Menschenverachtung. 3. Diese unter den neoliberalen Denkern und leider auch ihren jungen Gefolgsleuten verbreitete Tendenz ist geprägt von kurzfristigen und egoistischen Überlegungen. Sie passen bestens in die auf Egoismus und Individualismus beruhenden Wertvorstellungen des heutigen Systems und verstärken den Kampf Aller gegen Alle: Gesunde gegen „schmarotzende Kranke oder Invalide“, Arbeitende gegen „schmarotzende Arbeitslose“, Schweizer gegen „schmarotzende Ausländer“, und jetzt auch „Junge gegen schmarotzende Alte“. Die Schweiz braucht dringend einen Humanismus, der diese täglich voranschreitenden und gefährlichen Tendenzen anklagt und Alternativen aufzeigt, die nicht auf Diskriminierung und Ausgrenzung beruhen. Dazu ist aber eine Änderung der bestehenden Wirtschafts- und Werteordnung notwendig. Unsere Gesellschaft hat die Kraft und Fähigkeit, allen Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Gesundheitszustand, ein menschliches Leben in Würde zu ermöglichen. |
